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Promotionsprojekt

Telemedizin für ältere Menschen mit chronischer Erkrankung

Evaluation einer telemedizinisch unterstützten Lebensstil-Intervention bei Typ II-Diabetikern

Aufgrund des demographischen Wandels ist ein deutlicher Anstieg altersassoziierter Erkrankungen festzustellen. Solche Erkrankungen verlaufen häufig fortschreitend oder chronisch und führen so zu einer langanhaltenden Belastung für die Betroffenen sowie zu hohen Kosten für das Gesundheitswesen. Insbesondere Diabetes Mellitus (DM) zeigte in den vergangenen Jahren trotz einer insgesamt besseren medizinischen Versorgung eine deutlich steigende Prävalenz mit mittlerweile mehr als 422 Mio. betroffenen Menschen weltweit. Etwa 95 % davon leiden an einem Diabetes Typ 2 (T2DM), dessen Prävalenz mit zunehmendem Alter steigt1.

Die zwei wesentlichen Hauptrisikofaktoren für T2DM sind Adipositas und fehlende gesundheitsrelevante Verhaltensweisen – zwei Faktoren, die eigentlich sehr gut beeinflussbar sind. Die Anpassung des Lebensstils sollte dementsprechend einen fundamentalen Anteil in der Diabetes-Behandlung darstellen. Doch obwohl dies bekannt ist, zeigen aktuelle Zahlen, dass nur 9,6% aller Diabetes-Patienten in Deutschland eine Lebensstil-Intervention erhalten, während 74% lediglich mit Medikamenten therapiert werden2.


(1) Jacobs, E., & Rathmann, W. (2018). Epidemiologie des Diabetes in Deutschland. Deutscher Gesundheitsbericht, 10.

(2) Schmidt, C., Du, Y., Baumert, J., Reitzle, L., Heidemann, C., Paprott, R., . . . Scheidt-Nave, C. (2019). Diabetes im Blick – Nationale Diabetes-Surveillance. Der Diabetologe, 15(2), 120–127. https://doi.org/10.1007/s11428-018-0419-7

Frau Dunkel beschäftigt sich daher in Ihrem Dissertationsvorhaben mit innovativen Konzepten zur positiven Anpassung des Lebensstils bei Typ2-Diabetikern mit dem Ziel einer nachhaltigen Veränderung sowie einer Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Betroffenen. Hierbei rückt neben medizinischen und behavioralen Komponenten insbesondere der Einsatz von telemedizinisch unterstütztem Selbst-Monitoring sowie Tele-Coaching in den Fokus. Das Projekt schließt an ein vorangegangenes Projekt aus der ersten Förderphase von GROW an und findet in Kooperation mit der Generali Health Solutions GmbH (GHS) statt