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Dissertationsprojekt

Techniknutzung in der Hochaltrigkeit

Frau Rennoch beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit Techniknutzung in der Hochaltrigkeit.

Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft ist für ältere Menschen zugleich Herausforderung und Chance. Gerade für die stetig wachsende Gruppe der Hochaltrigen, also der über 80-jährigen Menschen, können digitale Technologien auch eine große Hürde darstellen.

Während immer mehr Prozesse in unserem Alltag digitalisiert werden, fehlen vielen Älteren nicht nur die Kenntnisse und Fähigkeiten zur Nutzung digitaler Technologien, sondern oftmals auch der Zugang. Insbesondere unter den Hochaltrigen ist die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien sehr gering, da diese im Laufe ihres Lebens wenig oder gar nicht mit solcher Technik konfrontiert waren und es zudem an Strukturen zur Vermittlung von Medienkompetenz fehlt. Die daraus resultierende Nicht-Nutzung moderner Technologien beeinträchtigt die soziale Teilhabe der älteren Menschen an vielen Stellen und lässt Potenziale, die in der Nutzung dieser Technologien liegen, offen.

Zahlreiche Studien haben sich bereits mit Techniknutzung im Alter und den darin liegenden Möglichkeiten für das Leben der Älteren beschäftigt. Eine zentrale Frage dabei ist immer wieder, ob und, falls ja, wie die Digitalisierung zu einer Erhöhung der Lebensqualität im Alter beitragen kann. Verschiedene Studien haben dabei die positive Wirkung von Techniknutzung auf das Wohlbefinden bei Älteren herausgestellt. Wenig ist jedoch bislang über derartige Zusammenhänge für die Gruppe der Hochaltrigen bekannt.

Frau Rennoch greift diese Forschungslücke im Rahmen ihrer Dissertation auf und untersucht anhand der Daten der NRW80+ Studie mittels quantitativer Forschungsmethoden Auswirkungen von Technik- und Internetnutzung auf das Wohlbefinden im hohen Lebensalter.

Kurzbiografie

Gerlind Rennoch studierte Psychologie mit den Schwerpunkten Entwicklungspsychologie, Klinische Psychologie und Sozialpsychologie in Wuppertal und Bonn. Während ihres Studiums arbeitete sie am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) in einem Forschungsprojekt zur Inklusion von unterstützt kommunizierenden Personen in den ersten Arbeitsmarkt mit. Anschließend war sie als Wissenschaftliche Hilfskraft im Weiterbildungsmanagement der Personalentwicklung der Fraunhofer-Gesellschaft e.V. beschäftigt.

Nach Abschluss ihres Studiums nahm Frau Rennoch eine Tätigkeit als Projektreferentin bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) auf, wo sie die Organisation des 12. Deutschen Seniorentags (28.–30. Mai 2018 in Dortmund) mitbetreute und Teil des Teams der „Servicestelle Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ war.

Seit Mai 2019 ist Frau Rennoch Wissenschaftliche Mitarbeiterin im NRW Forschungskolleg GROW.