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Dissertationsprojekt

Auswirkungen der Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit bei Hochaltrigen und lebenslimitierend erkrankten Menschen

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit sowie dem Sterben anderer Menschen ist in unserer Gesellschaft überwiegend negativ konnotiert. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass die Auseinandersetzung in Form von theoretischen Weiterbildungsprogrammen, eigenen Erfahrungen in der Versorgung von sterbenden Menschen und offenen Gesprächsrunden positive Auswirkungen haben können: verringerte Angst vor dem Sterben1, ein erhöhtes Wohlbefinden2 und geringere Depressionswerte3. Diese Ergebnisse beziehen sich häufig auf die Zielgruppe der Versorgenden und Angehörigen. Nur wenige Studienprojekte fokussieren diejenigen, die dem Tod bereits nahestehen: hochaltrige Menschen und lebenslimitierend erkrankte Menschen. In Anbetracht der stetig wachsenden Lebenserwartung drängt sich die Frage auf, warum genau diese Population unzureichend in empirische Studien einbezogen wird. Könnte die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit im vierten Lebensalter, der letzten Lebensphase, ebenfalls positive Auswirkungen haben?

Das Dissertationsvorhaben wird in Zusammenarbeit mit dem Palliativzentrum der Uniklinik Köln in drei Teilprojekten die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit mit Fokus auf hochaltrige Menschen und lebenslimitierend erkrankten Menschen beforschen:

Kurzbiografie

Frau Kukla absolvierte den Bachelorstudiengang an der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen im Fach Logopädie und beendete 2014 den Masterstudiengang Lehr- und Forschungslogopädie an der RWTH Aachen. Daran anschließend folgte eine Tätigkeit als Lehrlogopädin an der Döpfer Schulen Köln. Neben der theoretischen sowie praktischen Ausbildung angehender Logopädinnen in den Fachbereichen Geriatrie und Neurologie ist seit 2018 auch die akademische Ausbildung an der Hochschule Döpfer im interdisziplinären Studiengang Therapiewissenschaften Teil ihrer Tätigkeit.
Schließlich waren es die Patientinnen und Patienten innerhalb der praktischen Tätigkeit als Logopädin sowie eine ehrenamtliche Tätigkeit in hospizlichen Sterbebegleitung, die die Faszination für das sensible Thema Sterben und Tod bedingt haben.


 (1) Claxton-Oldfield,  S., Crain,  M., & Claxton-Oldfield,  J. (2006). Death anxiety and death competency: The impact of a palliative care volunteer training program. The American Journal of Hospice & Palliative Care, 23(6), 464–468. https://doi.org/10.1177/1049909106294882

 (2) Bluck,  S., Dirk,  J., Mackay,  M. M., & Hux,  A. (2008). Life experience with death: Relation to death attitudes and to the use of death-related memories. Death Studies, 32(6), 524–549. https://doi.org/10.1080/07481180802138860

(3) Pautex,  S., Herrmann,  F. R., & Zulian,  G. B. (2008). Role of advance directives in palliative care units: A prospective study. Palliative Medicine, 22(7), 835–841. https://doi.org/10.1177/0269216308094336