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Dissertationsprojekt

Versorgungspräferenzen von Hochaltrigen

„Alt“ oder „sehr alt“ zu sein, wird in den nächsten Jahren eher die Regel als die Ausnahme darstellen. Für Deutschland ist zu erwarten, dass sich die Anzahl der Personen, die 80 Jahre oder älter sind, innerhalb von 40 Jahren etwa verdoppeln und ca. 9 Millionen erreichen wird (Statistisches Bundesamt, 2015).

Zeitgleich gibt es vergleichsweise wenige wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie das tägliche Leben und die (Gesundheits-)Versorgung Hochaltriger gestaltet sind oder optimalerweise sein sollten. Insbesondere ist wenig über ihre generellen Versorgungspräferenzen, -wünsche und -erwartungen bekannt.

Um die Versorgung Hochaltriger patientenzentriert und effektiv zu gestalten, müssen wir verstehen, welche besonderen Erfordernisse und Präferenzen diese Gruppe kennzeichnet und wie wir diese in die allgemeine und individuelle Versorgungsplanung integrieren können. Das Dissertationsprojekt befasst sich daher mit den folgenden drei Forschungsfragen:

  • Was ist bereits über die Versorgungspräferenzen von Hochaltrigen bekannt?
  • Welche Versorgungspräferenzen haben Hochaltrige in Deutschland?
  • Wie können die Präferenzen Hochaltriger in Versorgungsstrukturen und -ziele überführt werden?

Das Ziel der Arbeit ist es, die individuelle und allgemeine Versorgungsplanung Hochaltriger zu informieren und damit einen Beitrag zur patientenzentrierten Versorgung zu leisten.

Kurzbiografie

Angélique Herrler, M.Sc., studierte zunächst Gesundheitsförderung und -management in Magdeburg (2013-2016) und anschließend Versorgungsforschung und Implementierungswissenschaft im Gesundheitswesen an der Universität Heidelberg (2016-2019). Während des Studiums arbeitete sie an den Universitätsklinika Heidelberg (Arbeitsgruppe Kommunikation) und Mannheim (Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin). Hier unterstützte sie unter anderem das vom Innovationsfonds geförderte Projekt PART-CHILD, in dessen Rahmen sie auch ihre Masterarbeit zum Thema Messung von Shared Decision-Making in der Pädiatrie verfasste.